Erbausschlagung

Wenn man erbt muss man sich entscheiden, ob man das Erbe ausschlagen oder annehmen möchte. Diese Entscheidung wird meist davon abhängen, ob das Erbe auch einen Vorteil oder nur Nachteile bringt. Wenn man durch ein Testament geerbt hat und zusätzlich zum Bereich der Pflichtanteilsberechtigten gehört, könnte es auch eine Option sein, das Erbe auszuschlagen und lediglich den Pflichtteil geltend zu machen. Auch persönliche Ablehnungsgründe könnten ausschlaggebend sein bei der Entscheidung zur Erbausschlagung. Bis zur endgültigen Ausschlagung befindet man sich im Status eines so genannten vorläufigen Erben.

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Erbausschlagung Vorlage




Erbausschlagung

Erbausschlagung – folgendes ist zu beachten

Die Frist für die Möglichkeit der Erbausschlagung beträgt gesetzlich 6 Wochen. Mit einer Ausnahme: Wenn der Erblasser oder der Erbe den einzigen Wohnsitz im Ausland hatten oder sich im Ausland befanden, dann verlängert sich diese Frist zur Ausschlagung auf 6 Monate.

Fristbeginn ist, wenn

  • der Erbfall eintritt
  • und
  • der Erbe davon weiß
  • dem Erben eine letztwillige Verfügung bekannt ist

2. Voraussetzung – Anmerkungen:

Das Nachlassgericht geht davon aus, dass einem Erben das gesetzliche Erbrecht bekannt ist, wenn er ein „normales“ Verwandtschaftsverhältnis zum Erblasser hat.

Der Erbe erhält Kenntnis, dass er zum Erben durch ein Testament berufen ist, wenn er von einem Testament oder einem Erbvertrag in Kenntnis gesetzt wurde. Es ist rechtlich nicht notwendig, dass er genaue Einzelheiten der letztwilligen Anordnungen des Erblassers kennt. Bei testamentarischen Erben läuft die Ausschlagungsfrist erst mit der Testamentseröffnung. Für den Ablauf dieser Frist kommt es nicht darauf an, dass der Erbe persönlich bei der Verkündung anwesend war. Die Frist ist auch dann eingehalten, wenn die Erklärung nach den Regeln des Gesetzes formgerecht vor Ablauf der Ausschlagungsfrist beim Nachlassgericht vorliegt.

Erbausschlagung – Niederschrift beim Nachlassgericht oder Notar 

Die Erbausschlagung muss formgerecht zur Niederschrift beim Nachlassgericht oder beim Notar vom Erben direkt erklärt werden. Wichtig ist hier bei auch, dass die Frist eingehalten wird. Bedingungen und Teilausschlagungen kann der Erbe bei der Ausschlagung nicht verlangen.

Erbausschlagung – die Folgen  

Wenn die Erbausschlagung innerhalb der Frist von 6 Wochen erklärt wurde, ist der Ausschlagende kein Erbe mehr. Er ist von diesem Zeitpunkt gerechnet, auch kein vorläufiger Erbe mehr. Der ihm zustehende Anteil an der Erbschaft fällt rückwirkend zum Erbfall den nachrückenden Erben zu.

Sollte der Ausschlagende als vorläufiger Erbe Verfügungen über den Nachlass vorgenommen haben, so hat dies auch Auswirkungen gegenüber den endgültig annehmenden Erben. Es entstehen in diesem Fall eventuell Ansprüche zwischen dem ablehnenden „vorläufigen“ und den endgültigen Erben.

Erbausschlagung – Anfechtung

Wenn der Erbe bei der Erbausschlagung einem Irrtum unterlag, eventuell sogar getäuscht oder bedroht wurde, hat er gute Chancen, seine Ausschlagung anzufechten. In allen weiteren Fällen, wenn es sich der Erbe zum Beispiel anders überlegt, wird eine solche Anfechtung in der Regel nicht erfolgreich sein.

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